Volkskrankheit Diabetes: Symptome und Therapiemöglichkeiten

Rund 6 Millionen Menschen in Deutschland leiden an der Stoffwechselkrankheit Diabetes. Im Vergleich der letzten 20 Jahre ist die Zahl der Erkrankungen um ganze 38 Prozent gestiegen. Was ist der Grund für diesen rasanten Anstieg, wie lauten die Symptome und wie haben sich die Therapien und Medikamente in den letzten Jahren weiterentwickelt? Im folgenden Artikel klären die Experten von Real über die häufige Stoffwechselstörung auf.

Anzeichen für Diabetes

Diabetes, auch Zuckerkrankheit genannt, ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der der körpereigene Kohlenhydrat- oder Zuckerstoffwechsel nicht mehr einwandfrei funktioniert. Die Folge: ein zu hoher Zuckergehalt im Blut.

Bei Diabetes unterscheidet man zwischen zwei Typen:

  • Typ 1 entsteht meistens schon in der Kindheit oder Jugend der Betroffenen und führt oftmals zu ausgeprägten Beschwerden. Bei dem Typ-1-Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr. Diabetes Erkrankte müssen daher ihrem Körper regelmäßig Insulin zuführen.
  • Typ 2 betrifft hingegen vor allem ältere Menschen und wird daher oftmals auch als „Altersdiabetes“ bezeichnet. Bei diesem Typ schüttet die Bauchspeicheldrüse zwar ausreichend Insulin aus, aber die Körperzellen die das Insulin eigentlich benötigen, reagieren unempfindlich darauf und werden resistent. 

Im Gegensatz zum Typ-1-Diabetes hängen die Erkrankung und der Verlauf eines Typ-2-Diabetes Patienten stark von der Lebensweise ab. Mit ausreichend Bewegung, Vermeidung von Übergewicht und ausgewogener Ernährung lässt sich ein Typ-2-Diabetes Risiko verringern oder der Verlauf zumindest soweit verbessern, dass unter Umständen keine Medikamente oder Insulin notwendig sind.

Diabetes kann sich durch verschiedene Symptome bemerkbar machen. Häufiges Wasserlassen, starkes Durstgefühl, trockene und juckende Haut, Müdigkeit, Gewichtsverlust oder erhöhte Anfälligkeit von Infektionen können Hinweise auf eine Diabeteserkrankung sein. Allerdings treten sie beim Typ-2-Diabetes oft später und schwächer auf, da dieser sich über einen längeren Zeitraum entwickelt und der Stoffwechsel deshalb nur langsam aus der Bahn gerät.

Wie wird Diabetes behandelt?

Die Folgeerkrankungen von Diabetes lassen sich hinauszögern oder in manchen Fällen sogar verhindern, wenn die Stoffwechselerkrankung und ihre Begleiterscheinungen richtig behandelt werden.

Beim Diabetes-Typ-2 können die Betroffenen meist ohne Medikamente, durch Ernährungsumstellung, Gewichtsabnahme oder ausreichende Bewegung behandelt werden. Zusätzlich kann der Patient mit  blutzuckersenkenden Tabletten, auch Antidiabetika genannt,  therapiert werden. Traditionell werden diese Medikamente in zwei Hauptgruppen eingeteilt: Antidiabetika mit und ohne Wirkung auf die Insulin-produzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse. Beim Diabetes Typ-1 besteht die Haupt-Behandlung darin, dem Körper regelmäßig Insulin durch Injektionen oder einer Insulinpumpe zuzuführen.  

Auf die richtige Messmethode kommt es an

Die Selbstmessung ist ein wichtiger Bestandteil der Diabetes-Therapie. Dabei wird mit Hilfe einer Stechhilfe ein Blutstropfen gewonnen und auf einen Teststreifen aufgetragen, der dann in einem kleinen Messgerät ausgelesen wird. Innerhalb weniger Sekunden lässt sich so mit modernen Messgeräten die aktuelle Blutglukose-Konzentration ermitteln. Im Laufe der letzten Jahre wurden deutliche Fortschritte hinsichtlich der Messzeiten, der Bedienerfreundlichkeit, der benötigten Blutmengen sowie der Datenübertragung und -verarbeitung erzielt.

Generell sollte die Selbstmessung möglichst strukturiert durchgeführt werden. Oftmals wird dazu mit den behandelnden Ärzten ein genauer Zeitplan aufgesetzt. Wie oft gemessen wird, sollte sich an individuellen Faktoren wie Art der Therapie, Qualität der Stoffwechsel-Einstellung und dem Behandlungsziel orientieren. 

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